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Aus Prostata-Center wird Vitus Prostata Center

Bis vor kurzem waren wir in Deutschland als Prostata Center und in den USA als The Prostate Center San Diego bekannt. Um unsere Stellung als weltweites Kompetenzzentrum für die Behandlung von Prostatakrebs zu festigen, haben wir uns entschlossen, uns unter dem neuem Namen Vitus zu vereinigen – und weiter auf unseren gemeinsamen Erfahrungen und Erfolgen aufzubauen.

HIFU (hochintensiver fokussierter Ultraschall)

Impotenz und Inkontinenz oder Rückkehr des Tumors – was ist besser?

Die meisten Prostatakarzinome (etwa 80 Prozent) befinden sich im peripheren Bereich der Prostata, in der Nähe des neurovaskulären Bündels, des Rektums und des Blasenschließmuskels. Wenn der Tumor mittels HIFU (hochintensiver fokussierter Ultraschall) zerstört werden soll, muss er von kompakten Schallwellen stark erhitzt werden.

Dabei wird auch das umgebende Gewebe erhitzt und teilweise geschädigt, weil sich die durch HIFU erzeugte Energie in den Umgebungsbereich ausbreitet – so wie heißer Kaffee, der auch die ihn umgebende Tasse heiß werden lässt. Die Strukturen, die sich nah am Tumor befinden, können dabei ebenso verletzt werden wie die Finger der Person, die die Tasse mit heißem Kaffee in der Hand hält.

In Fällen, in denen eine komplette HIFU-Behandlung des Prostatakarzinoms bis hin zur Prostatakapsel durchgeführt wurde, konnten wir ein gewisses Risiko von Impotenz durch Schäden am neurovaskulären Bündel, von Fistelbildung (fehlerhafter Verbindung zwischen Darm und Prostata) und von Harninkontinenz durch Erhitzen des Schließmuskels beobachten.

Sicherheitsabstand birgt Gefahr von Rezidiven

Um diese unerwünschten Komplikationen zu verhindern, bleibt dem behandelnden Arzt nur, einen Sicherheitsabstand zwischen dem Behandlungsgebiet und den angrenzenden anatomischen Strukturen zu wahren. In diesem Fall werden Teile des Tumors, die sich in der Nähe der Prostatakapsel befinden, in der Regel nicht ausreichend erhitzt und damit von der Behandlung nicht beeinträchtigt.

Im Ergebnis wächst das Tumorgewebe dann wieder – es kommt zu Rezidiven. Nach einer HIFU-Behandlung befinden sich diese typischerweise in den postero-lateralen und apikalen Bereichen der Prostata. Das sind die Bereiche, die direkt an das neurovaskuläre Bündel und den Schließmuskel angrenzen. Bei 30 bis 70 Prozent aller Männer müssen wir nach einer HIFU-Behandlung über ein Rezidiv des Prostatakarzinoms berichten.

Aufgrund dieser Rezidive wird HIFU häufig von Chirurgen, die eine operative Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie) empfehlen, kritisiert. Dabei wird aber das Folgende vergessen: Selbst nach einer Prostatektomie stellen wir bei 30 bis 40 Prozent der Fälle ein Rezidiv fest. Darüber hinaus sind nach der operativen Entfernung der Prostata die meisten Männer impotent und viele inkontinent.

Wird ein ausreichender Abstand zu empfindlichen Strukturen eingehalten, lässt sich während der HIFU-Therapie immerhin das Risiko von Impotenz und Inkontinenz minimieren. Es gilt damit abzuwägen, zwischen einer besseren Lebensqualität und einem höheren Risiko von Rezidiven.

Dank NanoKnife sind diese Überlegungen hinfällig geworden, denn IRE erlaubt es uns, das Prostatakarzinom zu behandeln, ohne die umgebenden Strukturen zu beschädigen.Wie haben daher von der HIFU therapie komplett abstand genommen.

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