Protonenstrahltherapie

Protonenstrahltherapie (PBT – Proton Beam Therapy) ist eine Form von Strahlentherapie. Wie der Name schon sagt, werden dabei Partikel mit tatsächlicher Masse (Protonen) verwendet. Andere Strahlentherapien nutzen elektromagnetische Wellen. Vor der Behandlung werden diese Atome in einem Synchroton oder Zyclotron produziert, beschleunigt und dann auf den Krebs gerichtet.

Der entscheidende Unterschied im Vergleich mit anderen Strahlentherapien besteht darin, dass schwere Partikel, im Gegensatz zu Photonen, im Ziel, hier im Krebsgewebe, stecken bleiben. Hier kommt es zur Interaktion zwischen den Protonen und dem Gewebe um sie herum. Dadurch entstehen Schäden innerhalb des Tumors, nicht jedoch darüber hinaus. Unter diesen Umständen ist es theoretisch möglich, die Strahlendosis innerhalb des Ziels zu erhöhen und gleichzeitig die Belastung des umgebenden Gewebes zu verringern. Ob dieser Vorteil gegenüber anderen Strahlentherapien signifikant ist oder nicht, wird unter Onkologen heiß diskutiert und ist bis heute ungeklärt. Abgeschlossene vergleichende Studien der Phase III fehlen bislang.

Für die Behandlung von Tumoren, deren Position sich verändert, weil sie sich zum Beispiel beim Atmen oder mit der Peristaltik bewegen, wie es bei der Prostata der Fall ist, geht man nicht davon aus, dass Protonenstrahlen anderen elektromagnetischen Bestrahlungsmethoden überlegen sind. Zudem ist PBT sehr komplex und kostenintensiv. 

Urogenitale Toxizität nach 12 Monaten

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Gastrointestinale Toxizität nach 12 Monaten

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Urogenitale Toxizität beinhaltet Infektionen, Funktionsstörungen in den oberen Harnwegen, Harnröhrenverengung oder –verschluss, Inkontinenz, erektile Dysfunktion.

Zur gastrointestinalen Toxizität gehören Fisteln, Rektopexie, Stenose, Darmresektion.

Quelle für Zahlen zu PBT: Yu, James B., et al. "Proton versus intensity-modulated radiotherapy for prostate cancer: patterns of care and early toxicity." Journal of the National Cancer Institute 105.1 (2012): 25-32.