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Aus Prostata-Center wird Vitus Prostata Center

Bis vor kurzem waren wir in Deutschland als Prostata Center und in den USA als The Prostate Center San Diego bekannt. Um unsere Stellung als weltweites Kompetenzzentrum für die Behandlung von Prostatakrebs zu festigen, haben wir uns entschlossen, uns unter dem neuem Namen Vitus zu vereinigen – und weiter auf unseren gemeinsamen Erfahrungen und Erfolgen aufzubauen.

PSA-Werte und die Prostata

Wenn ein Arzt seinen Patienten darüber informiert, dass ein Verdacht auf Prostatakrebs besteht, gehört der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) oftmals zu den ersten Dingen, die er dabei erwähnt. Das Problem: Zwar sind die PSA-Werte ein nützlicher Indikator, sie stellen aber niemals eine Diagnose dar. Es stellt sich also die dringende Frage: „Wie wahrscheinlich ist es, dass ich Prostatakrebs habe, wenn meine PSA-Werte erhöht sind?“ Dazu möchten wir Ihnen gerne ein Werkzeug an die Hand geben, dass Ihnen anhand Ihrer Werte die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs anzeigt. Bitte lesen Sie auch die nachfolgenden Informationen zur Bedeutung der PSA-Werte.

PSA-Werte sind ein Indikator, über den seit Jahren diskutiert wird. Sie können zur Früherkennung von Prostatakrebs beitragen. Sie führen aber auch in großem Maße zu Überdiagnose und Überbehandlung mit entsprechenden Folgen für die Patienten und Kosten für die Krankenkassen.

Dieser Rechner zeigt auf Grundlage der unten genannten Studie anhand Ihres PSA-Werts, des PSA-Quotienten sowie den Ergebnissen einer rektalen Tastuntersuchung, wie groß Ihr Prostatakrebs-Risiko ist.

Berechnen Sie Ihr Prostatakrebsrisiko basierend auf dem PSA-Wert.

Bitte geben Sie im unteren Feld Ihren PSA-Wert zwischen 1 und 50 [ng / ml] ein.

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Die obige Zahl gibt die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs an.

Bitte beachten Sie:

1) Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich bei der Wahrscheinlichkeitsberechnung mittels PSA-Wert um ein äußerst umstrittenes Thema. Die Statistiken sollen Ihnen lediglich eine ungefähre Vorstellung zu Ihrem Risiko geben.

2) Es gibt bessere und genauere Methoden um Ihr Krebsrisiko zu ermitteln. Diese nutzen Parameter wie die Entwicklung Ihrer PSA-Werte, das Volumen der Prostata, familiäre Vorbelastung und weitere Marker. Die genaueste Methode, um Prostatakrebs auszuschließen, ist immer eine Multiparameter-MRT-Untersuchung der Prostata durch einen Spezialisten – unabhängig von allen Markern.

3) Bitte treffen Sie keine Therapie-Entscheidung auf Grundlage der hier gezeigten Statistiken. Denn obwohl die Zahlen aus aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien stammen, werden der Einfachheit halber nicht alle Parameter einbezogen. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl von Gründen für erhöhte PSA-Werte in Frage kommen. Eine Therapie-Entscheidung darf also nie allein darauf beruhen.

4) Quelle für diesen Kalkulatoren und weitere Kalkulatoren, welche mehr Parameter berücksichtigen, finden Sie hier: http://www.prostatecancer-riskcalculator.com/seven-prostate-cancer-risk-calculators 

Studien bewerten PSA-Screening unterschiedlich

Umfangreiche Studien haben in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen geführt, was das PSA-Screening (die regelmäßige Untersuchung der PSA-Werte bei allen Männern) betrifft. Während manche Studien zu dem Ergebnis kommen, dass sich ein PSA-Screening nicht positiv auf die Sterbewahrscheinlichkeit bei Prostatakrebs (PLOCO) auswirkt, berichten andere Untersuchungen, dass es die relative Sterberate durch Prostatakrebs um 20 Prozent reduziert hat (ERSPC).

Dies mag auf den ersten Blick verwirren. Bedenkt man jedoch, dass Prostatakrebs fast immer sehr langsam wächst, wird der Widerspruch verständlich. Viele Männer sterben eher mit als an Prostatakrebs. Darum überwiegen die Vorteile einer radikalen Therapie häufig nicht die Nebenwirkungen, langfristigen Schädigungen und Kosten. Nichtsdestotrotz gehört Prostatakrebs zu den häufigsten Todesursachen und sollte darum nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Obwohl sich andere, genauere Blutmarker, wie etwa Liquid Biopsy, PCA3, PHI, EDIM, AMACR, CTC, EPCA und p2PSA, in der Erprobungsphase befinden, sind die PSA-Werte immer noch der Standardindikator. Das hat Kostengründe, liegt aber auch daran, dass Ärzte einfach mehr Erfahrung damit haben. Wenn Sie an erweiterten biologischen Tests interessiert sind, kontaktieren Sie uns.

Grenzwerte: Ab wann gilt PSA-Wert als erhöht?

In Deutschland liegt der Grenzwert, ab dem PSA-Werte als erhöht gelten, bei 4 ng/ml. In den USA beispielsweise sind es 2 ng/ml. Das sind aber keine absoluten Grenzwerte. Denn ein PSA-Wert von 3 würde bei einem Mann zwischen 50 und 59 Jahren als verdächtig gelten, aber nicht bei einem Mann zwischen 70 und 79 Jahren mit einer erheblich vergrößerten Prostata.

Ein paar Auszüge aus Statistiken: Bei einem PSA-Wert zwischen 4 und 10 liegt die Krebswahrscheinlichkeit bei 25 bis 40 Prozent. In diesem Fall würde man, um sicherzugehen, in der Regel eine Biopsie vornehmen. In 60 bis 75 Prozent der Fälle, wäre die Biopsien jedoch unnötig. Hinzukommt, dass rektale Stanzbiopsien so ungenau sind, dass auch danach nicht unbedingt ein klares Ergebnis vorliegt. Wird jedoch keine Biopsie durchgeführt, würden bei einem Grenzwert von 4 ng/ml 20 bis 40 Prozent der Karzinome im Frühstadium übersehen.

[Quelle: Roddam, Andrew W., et al.”Use of prostate-specific antigen (PSA) isoforms for the detection of prostate cancer in men with a PSA level of 2-10 ng/ml: systematic review and meta-analysis”. European Urology 48.3 (2005): pp. 386-399.]

Es gilt also, die Alternativen abzuwägen. Setzen wir den Grenzwert niedrig an (z.B. bei 2 ng/ml wie in den USA), wird Prostatakrebs im Frühstadium häufiger erkannt werden. Es werden aber auch mehr unnötige Biopsien durchgeführt. Mittlerweile sind jedoch Untersuchungen mit dem Multiparameter-MRT möglich, die – im Gegensatz zur rektalen Stanzbiopsie – sowohl präzise als auch harmlos sind. Es ist also eine Überlegung wert, den Grenzwert auf einem niedrigeren Niveau (≤ 2 ng/ml) anzusetzen.

Besteht ein Verdacht auf Prostatakrebs, ist eine MRT die sicherste Methode, um Krebs auszuschließen. „Sicher“ bedeutet in diesem Fall nicht nur, dass es eine statistische Gewissheit gibt, sondern auch, dass die Untersuchung die Gesundheit des Patienten nicht gefährdet.

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