PSA Werte und die Prostata

Verstehen Sie was der PSA-Wert als erster Indikator aussagt und lassen Sie Ihren PSA-Wert von unseren Experten analysieren.

Der PSA-Wert - ein nützlicher Indikator?

Wenn ein Arzt seinen Patienten darüber informiert, dass ein Verdacht auf Prostatakrebs besteht, gehört der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) oftmals zu den ersten Dingen, die er dabei erwähnt. Das Problem: Zwar sind die PSA-Werte ein nützlicher Indikator, sie stellen aber niemals eine Diagnose dar. Es stellt sich also die dringende Frage: „Wie wahrscheinlich ist es, dass ich Prostatakrebs habe, wenn meine PSA-Werte erhöht sind?“ Dazu möchten wir Ihnen gerne ein Werkzeug an die Hand geben, dass Ihnen anhand Ihrer Werte die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs anzeigt. Bitte lesen Sie auch die nachfolgenden Informationen zur Bedeutung der PSA-Werte.

PSA-Werte sind ein Indikator, über den seit Jahren diskutiert wird. Sie können zur Früherkennung von Prostatakrebs beitragen. Sie führen aber auch in großem Maße zu Überdiagnose und Überbehandlung mit entsprechenden Folgen für die Patienten und Kosten für die Krankenkassen.

Dieser Rechner zeigt auf Grundlage der unten genannten Studie anhand Ihres PSA-Werts, des PSA-Quotienten sowie den Ergebnissen einer rektalen Tastuntersuchung, wie groß Ihr Prostatakrebs-Risiko ist.

Berechnen Sie Ihr Prostatakrebsrisiko basierend auf dem PSA-Wert.

Bitte geben Sie im unteren Feld Ihren PSA-Wert zwischen 1 und 50 [ng / ml] ein.

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Die obige Zahl gibt die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs an.

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Studien bewerten PSA-Screening unterschiedlich

Umfangreiche Studien haben in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen geführt, was das PSA-Screening (die regelmäßige Untersuchung der PSA-Werte bei allen Männern) betrifft. Während manche Studien zu dem Ergebnis kommen, dass sich ein PSA-Screening nicht positiv auf die Sterbewahrscheinlichkeit bei Prostatakrebs (PLOCO) auswirkt, berichten andere Untersuchungen, dass es die relative Sterberate durch Prostatakrebs um 20 Prozent reduziert hat (ERSPC).

Dies mag auf den ersten Blick verwirren. Bedenkt man jedoch, dass Prostatakrebs fast immer sehr langsam wächst, wird der Widerspruch verständlich. Viele Männer sterben eher mit als an Prostatakrebs. Darum überwiegen die Vorteile einer radikalen Therapie häufig nicht die Nebenwirkungen, langfristigen Schädigungen und Kosten. Nichtsdestotrotz gehört Prostatakrebs zu den häufigsten Todesursachen und sollte darum nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Eine genauere Beschreibung und Betrachtung finden Sie in dieser Informationsbroschüre: Prostatakrebs Informationen zu Therapieeffizienz, Heilungsrate, Überlebenswahrscheinlichkeit und weiteres

Obwohl sich andere, genauere Blutmarker, wie etwa Liquid Biopsy, PCA3, PHI, EDIM, AMACR, CTC, EPCA und p2PSA, in der Erprobungsphase befinden, sind die PSA-Werte immer noch der Standardindikator. Das hat Kostengründe, liegt aber auch daran, dass Ärzte einfach mehr Erfahrung damit haben. Wenn Sie an erweiterten biologischen Tests interessiert sind, kontaktieren Sie uns.

MRT – die genauere Methode

Ein neuer Ansatz

Wenn der Verdacht auf Prostatakrebs besteht, in der Regel wegen erhöhter PSA-Werte, wird klassischerweise als nächster Schritt eine transrektale Stanzbiopsie empfohlen. Diese liefert aber nur in 30 bis 35 Prozent der Fälle die korrekte Diagnose. Das ist nicht gut genug für uns. Und auch nicht für Sie.

Hier bei Vitus nutzen wir die modernsten Methoden: MRT (Magnetresonanztomographie) sowie MRT-geplante und transperineales 3D-Mapping Biopsie. Diese Diagnoseverfahren erkennen Prostatakrebs mit einer Genauigkeit von 85 bis 100 Prozent. So können wir unnötige invasive Verfahren vermeiden.

Die klassische Methode

Bei einer standardmäßigen Prostatakrebs-Biopsie wird der Krebs nur entdeckt, wenn er sich zufällig in einem der Bereiche befindet, aus denen Proben entnommen werden. Wird kein Krebs gefunden, aber der PSA-Wert steigt wieder an, wird eine weitere Biopsie durchgeführt, und so weiter, bis der Tumor durch Zufall gefunden wird oder groß genug ist, um mittels Stanz-Biopsie entdeckt zu werden.

Bei dieser Art der transrektalen Biopsie besteht auch die Gefahr, dass die Ausdehnung des Krebses unterschätzt wird. Außerdem kann es bei solchen invasiven Verfahren auch immer zu einer Infektion kommen.

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Grenzwerte: Ab wann gilt der PSA-Wert als erhöht?

In Deutschland liegt der Grenzwert, ab dem PSA-Werte als erhöht gelten, bei 4 ng/ml. In den USA beispielsweise sind es 2 ng/ml. Das sind aber keine absoluten Grenzwerte. Denn ein PSA-Wert von 3 würde bei einem Mann zwischen 50 und 59 Jahren als verdächtig gelten, aber nicht bei einem Mann zwischen 70 und 79 Jahren mit einer erheblich vergrößerten Prostata.

Ein paar Auszüge aus Statistiken: Bei einem PSA-Wert zwischen 4 und 10 liegt die Krebswahrscheinlichkeit bei 25 bis 40 Prozent. In diesem Fall würde man, um sicherzugehen, in der Regel eine Biopsie vornehmen. In 60 bis 75 Prozent der Fälle, wäre die Biopsien jedoch unnötig. Hinzukommt, dass rektale Stanzbiopsien so ungenau sind, dass auch danach nicht unbedingt ein klares Ergebnis vorliegt. Wird jedoch keine Biopsie durchgeführt, würden bei einem Grenzwert von 4 ng/ml 20 bis 40 Prozent der Karzinome im Frühstadium übersehen.

Es gilt also, die Alternativen abzuwägen. Setzen wir den Grenzwert niedrig an (z.B. bei 2 ng/ml wie in den USA), wird Prostatakrebs im Frühstadium häufiger erkannt werden. Es werden aber auch mehr unnötige Biopsien durchgeführt. Mittlerweile sind jedoch Untersuchungen mit dem Multiparameter-MRT möglich, die – im Gegensatz zur rektalen Stanzbiopsie – sowohl präzise als auch harmlos sind. Es ist also eine Überlegung wert, den Grenzwert auf einem niedrigeren Niveau (≤ 2 ng/ml) anzusetzen.

Besteht ein Verdacht auf Prostatakrebs, ist eine MRT die sicherste Methode, um Krebs auszuschließen. „Sicher“ bedeutet in diesem Fall nicht nur, dass es eine statistische Gewissheit gibt, sondern auch, dass die Untersuchung die Gesundheit des Patienten nicht gefährdet.

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Quelle: Roddam, Andrew W., et al.”Use of prostate-specific antigen (PSA) isoforms for the detection of prostate cancer in men with a PSA level of 2-10 ng/ml: systematic review and meta-analysis”. European Urology 48.3 (2005): pp. 386-399.

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