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VITUS
Diagnostik und Behandlung

von Prostatakarzinomrezidiven  nach radikaler Prostatektomie, Strahlentherapie und HiFU

Lassen Sie sich von uns beraten – egal für welche Diagnostik und Behandlung Sie sich entscheiden.
Im VITUS Prostata Center erklären wir Ihnen die Vor- und Nachteile aller Diagnose- und Behandlungsverfahren für Prostatakrebs und finden gemeinsam die beste Behandlungsoption für Sie.

Rezidivraten nach radikaler Prostatektomie, Strahlentherapie und Brachytherapie sind hoch – aber warum?

Viele Patienten, aber auch Ärzte, sind der Meinung, daß Prostatakrebs, der die Kapsel der Prostata nicht durchbrochen hat, durch die chirurgische Entfernung der Prostata gehelit wird. Oberflächlich betrachtet, ein logisches Konzept. Denn solange der Krebs nur innerhalb der Prostata ist, sollte er ja nach der Entferung der Prostata vollständig aus dem Körper des Patienten enfernt sein.

Biologisch betrachtet ist das Quatsch, basierend auf einer mangelnden Kenntnis der Mikroanatomie und Tumorbiologie.

Zunächst einmal der Beweis, daß dies eine Fehlannahme ist. Dias Brady Urological Institute der Johns Hopkins University stallt auf ihrer Internetseite die sogenannten Han Tables (bennant nach Misop Han) zur Verfügung. Diese spezifizieren die Rezidivraten nach radikaler Prostatektomie

Schaut man sich die HAN Tables an, stellt man fest, daß die Rezidivraten nach radikaler Prostatektomie auch dann hoch sind, wenn der Tumor zusammen mit der Prostata komplett entfernt wurde (Kategorie "organ-confined disease").

Woher kommen dann die Rezidive in diesen Fällen? Sie stammen von einzelnen Tumorzellen ab, die entlang von Bindegewebsstrukturen, Lymph- und Blutgefäßen aus der Prostata heraus migriert sind und sich in dem die Prostata umgebenden Bindegewebe eingelagert haben. Tatsächlich zirkulieren die Tumorzellen auch im Blut und können dort mittels einer Liquid Biopsy nachgewiesen werden.

molecular assays

Die Prostatakapsel ist nämlich durchlässig für Zellen, da sie nur aus verdichteten Bindegewebsfasern besteht. Das kann man sich in etwa vorstellen, wie ein Waldrand:

Aus 1 km Entfernung sieht der Waldrand aus wie eine Mauer, wenn man direkt davorsteht, bemerkt man, daß er hauptsächlich aus Luft besteht, mit ein paar Ästen und Baumstämmen dazwischen.

Dementsprechend entstehen die meisten Rezidive nach Prostatektomie im Bindegewebe, das die Prostata umgab - und nach der Entfernung der Prostata die Prostataloge umgibt.

Jede Prostatakrebsbehandlung ist also genau genommen nur eine Tumormassenreduktion - die Zerstörung oder Entfernung der Tumormasse IN der Prostata. Tumorzellen AUßERHALB der Prostata verbleiben im Körper. Dies können vom körpereigenen Immunsystem abgetötet werden. Der Patient ist dann geheilt - durch sein eigenes Immunsystem.

Strahlentherapie gibt Tumorzellen eine Chance zum Überleben

Währen die radikale Prostatektomie alle Tumorzellen, die sich in der Prostata befinden, zusammen mit der Prostata aus dem Körper entfernt, wirkt die Strahlentherapie stochastisch. Das bedeutet, daß nur dann alle Zellen im Bestrahlungsfeld absterben, wenn in allen genügend strahlenindizierte Schäden entstehen.

Dies ist ein Zufallsprozeß. Rein statistisch ist es möglich, daß in einzelnen Zellen nicht genügend Strahlenschäden entstehen oder diese von der Zelle repariert werden – dann überlebt die Tumorzelle.

Diese Tatsache ist klar belelgt durch die Beobachtung, dass das rezidivfreie Überleben mit höheren Strahlendosen zunimmt1.

NanoKnife - Eine Revolution in der Behandlung von Prostatakrebs

Sobald Prostatakrebs diagnostiziert wurde, sehen sich die meisten Patienten vor die Wahl gestellt: Entweder eine chirurgische Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie) oder Strahlentherapie. Beide Verfahren sind mit erheblichen Nebenwirkungen belastet: Impotenz und Inkontinenz.

Dabei garantieren sie keinesfalls eine Heilung: Meist kommt der Prostatakrebs nach OP oder Bestrahlung wieder, denn die sogenannten Rezidive sind häufig (HAN Tables, Johns Hopkins).

Die Behandlung mit Irreversibler Elektroporation (IRE) kann Nebenwirkungen wie Impotenz und Inkontinenz vermeiden bei vergleichbarer Wirksamkeit

Während sich in anderen Bereichen der Medizin moderne, schonende Behandlungen schon längst durchgesetzt haben, lassen diese in der Urologie noch auf sich warten. Bei Brustkrebs wird seit langem nicht mehr die ganze Brust amputiert, sondern der Tumor fokal entfernt. Beim Nierenzellkarzinom wird, wenn möglich, nicht die ganze Niere entfernt, sondern nur der Tumor - der gesunde Teil der Niere wird erhalten. Die Prostata wird immer noch "radikal", also komplett entfernt, in den meisten Fällen unnötigerweise.

Das hat sich seit der erfolgreichen Einführung der Irreversiblen Elektroporation (IRE) zur Behandlung von Prostatakrebs geädert. Mit IRE kann Prostatakrebs fokal zerstört werden, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen.

Das breite Spektrum der IRE -Behandlungen: Von der fokalen Therapie kleiner Karzinome bis zum Problemlöser bei inoperablen T4-Karzinomen

IRE - auch unter dem Produktnamen NanoKnife bekannt - ermöglicht die schonende Behandlung von Prostatakrebs unter Vermeidung von Impotenz und Inkontinenz.

Mit IRE kann die gesamte Bandbreite von Prostatakarzinomen behandelt werden - vom kleinen fokalen Karzinom bis hin zu T4-Tumoren, die bereits die Blase oder den Enddarm infiltriert haben – also inoperable, meist fortgeschrittene Fälle2.

Unsere wichtigste Botschaft: Lassen Sie sich nicht zu einer Behandlung drängen. Bei VITUS informieren wir Sie ausführlich über alle Behandlungsoptionen

Prostatakrebs schreitet oft langsam voran. In den meisten Fällen haben Sie ausreichend Zeit, sich über alle Behandlungsmethoden zu informieren. Außerdem verlängert die klassische „radikale” Therapie (Operation und/oder Strahlenbehandlung) bei gering aggressiven Prostatakarzinomen die Lebenserwartung nur selten – und bei hochaggressiven Karzinomen nach den vorliegenden Statistiken bei vielen Männern auch nicht. Gleiches gilt für die Strahlentherapie.

Gleichzeitig führen die klassischen Behandlungen vorwiegend zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, selten zur Heilung: Bei 70 - 80% aller Männer tritt nach der OP eine Erektionsstörung auf, bei 20 bis 50% der Patienten eine Harninkontinenz (Tabelle 1).

VITUS Salvage-IRE und Salvage-ECT von Prostatakrebs-Rezidiven und Metastasen

Im VITUS Prostata Center und Klinik haben wir uns in den letzte Jahren unter anderem auf die Behandlung von Prostatakarzinomrezidive spezialisiert.

Wir finden, daß die etablierten Methoden, wie Strahlentherapie, salvage Prostatektomie und antihormonelle Therapie für viele Männer mit Rezidiven – und Metastasen – nach Prostatakrebs keine optimale Therapiewahl darstellen.

Präzision entscheidend für den Therapie-Erfolg mit NanoKnife

Seit 2007 ist die IRE-Technik durch die FDA in den USA und die CE-Kennzeichnung in Europa zugelassen. Dies erfolgte, weil entsprechenden Studien belegen, dass sämtliche Zellen innerhalb des Behandlungsbereiches mit dieser Methode abgetötet werden können. Um das zu erreichen und eine erfolgreiche IRE-Behandlung durchzuführen, sind zwei Faktoren entscheidend:

Erstens:
die exakte Position des Tumors muss vor der Behandlung bekannt sein.

Zweitens:
das Behandlungsfeld muss genau an der richtigen Position platziert werden.

Die erste Bedingung wird durch eine Multiparameter-MRT-Untersuchung, eine 3D-Biopsie und, wenn nötig, weitere Verfahren erfüllt. Die zweite Bedingung wird durch einen minimalinvasiven Eingriff unter Vollnarkose erfüllt. Dabei werden sterile Nadeln mit variabler Expositionslänge eingeführt. „Expositionslänge“ bezieht sich auf den Bereich der Nadel, der das Gewebe mit elektrischem Strom in Kontakt bringt. Mit diesem Verfahren haben wir bereits seit 2011 Erfahrung und haben weltweit die meisten Prostatabehandlungen durchgeführt. Damit gehören wir zu den führenden Experten weltweit, während andere Kliniken gerade erst am Anfang stehen.

Kontaktieren Sie uns,
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+49 (0)69 50 50 00 980

Wie ist der Ablauf einer NanoKnife-Behandlung?

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